Die Post hat im Marketing ausgedient
Vor einem Monat habe ich Ihnen die Ideen zu «Soziale Medien und das Ende der Geschlechterrollen» von Johanna Blakley vorgestellt. Heute bin ich auf einen absurden «PostCast» der Schweizerischen Post gestossen, der quasi das Gegenstück dazu darstellt.
«Gender Marketing – oder wie man Männer und Frauen in der Werbung erfolgreich anspricht».
Wie weit die beiden Ansätze voneinander entfernt sind, ist schier unglaublich. Ich bin der Meinung, die Post zeigt mit diesem PostCast vom Dezember 2010 (dem gleichen Monat wie der TEDTalk von Blakley) deutlich auf, dass sie den Zeitgeist nicht trifft.
Sie hat im Marketing ausgedient.
Es entzieht sich meiner Kenntnis, wer für den Inhalt der DirectPoint-PostCasts verantwortlich ist. Eines ist aber sicher: Diese «Experten» bewegen sich nach wie vor in einer vergangenen Welt.
Während Blakley die neusten Trends aufnimmt, stellt die Post einmal mehr unter Beweis, dass sie den Medienwandel nicht verstanden und nicht aufgegriffen hat. Die Post setzt nach wie vor auf Geschlechterrollen, während Blakley nachweist, dass diese traditionelle Sichtweise ausgedient hat.
Die gute, alte Post weist zwar darauf hin, dass sich die Rollen der Geschlechter verändert haben. Und setzt trotzdem auf den einfachsten demografischen Unterschied: Männlein oder Weiblein.
Hören sie sich des Spasses halber diesen Unsinn an, ein eigentliches «Wischiwaschi», welches denn auch noch den Anspruch erhebt, Ihnen einen Wissensdienst zu erweisen. Der PostCast dauert 15 Minuten.
«Gender Marketing»
Oder wie man Männer und Frauen in der Werbung erfolgreich anspricht.
Vergleichen Sie danach das 8-Minuten-Video von Blakley.
Stimmen Sie mir nicht zu, dass die Post hier wieder einmal beweist, dass sie eben doch nach wie vor der behäbige «Gelbe Riese» ist, der auf Bewährtes setzt anstatt sich auf die veränderten Gesellschaftsentwicklungen einzugehen? Obwohl die Post dauernd das Gegenteil behauptet?







